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Frisches Gemüse richtig lagern

frisches GemueseFrisch geerntetes Obst und Gemüse will auch richtig gelagert werden. Der Stoffwechsel von Pflanzen endet nicht mit der Ernte, dementsprechend benötigen die Sorten verschiedene Lagerbedingungen. So sollten etwa Tomaten und Äpfel nie mit anderen Obstsorten oder mit Gemüse gemeinsam aufbewahrt werden. Sie setzen Ethylen frei, das den natürlichen Reifungsprozess in Gang hält, aber zum schnelleren Verderb der anderen gelagerten Sorten führt. Gemüse und Obst kann eingefroren oder eingelegt und eingekocht, aber zum Teil auch getrocknet werden. Soll es jedoch gelagert werden, gilt es, bestimmte Regeln zu befolgen, wobei Feuchtigkeit und Temperatur des Lagerraums eine wichtige Rolle spielen.

Kalte oder wärmere Lagerung

Schwarzwurzeln und Spinat bevorzugen kalte Lagerstätten zwischen 0 und 3 Grad, auch für kurze Zeit. Sie verderben nicht nur schneller, sondern auch ein Vitaminverlust tritt rasch ein. Bei Zimmertemperatur verliert Spinat innerhalb von 24 Stunden 56 Prozent seines Vitamingehalts. Auch zeigt er sich Ethylen gegenüber sehr empfindlich. Die gleichen Temperaturverhältnisse zieht Spargel vor, jedoch benötigt er dunkle Verhältnisse. Erbsen halten sich ebenfalls bei diesen Temperaturen. Nicht unter 0 Grad soll es für Broccoli, Kohl, Kraut, Salat und Wurzelgemüse gehen. 1 bis 5 Grad ist für sie ein optimaler Bereich. Alle genannten Gemüsesorten verderben rasch durch Ethylen, also keine Lagerung neben Obst. Wurzelgemüse und Salate benötigen zudem eine höhere Luftfeuchtigkeit. Chicoree und Kren ziehen ebenfalls diesen Temperaturbereich vor, jedoch lieben sie, wie der Spargel, die Dunkelheit. Zwischen 4 und 8 Grad sollten Bohnen und Paprika gelagert werden, aber auch Kartoffel. Werden Kartoffel zu kalt gehalten, unter 3 Grad, kommt es zu hohen Zuckerkonzentrationen. 1 bis 8 Grad ist die richtige Lagertemperatur für Zwiebel, die nie zusammen mit Obst aufbewahrt werden sollten. Sie brauchen neben der entsprechenden Temperatur auch absolute Trockenheit. Noch wärmere Lagerräume, bis 12 Grad, bevorzugen Gurken, Zucchini, Kürbis und Wassermelonen. Gurken werden innerhalb kürzester Zeit unter Ethyleneinfluss weich.

Erdmieten ideale Lagerstätten

Erdmieten bieten ideale Lagerverhältnisse. Je nach gewünschter Größe wird für die Erdmiete eine Grube ausgehoben, der Boden mit Kies bedeckt und mit Laub ausgelegt. Wurzelgemüse und Rote Rüben müssen von den Blättern befreit, auch die Erde sollte trocken abgewischt werden. Auf das Laub gelagert, in Schichten bis 20 cm, werden sie mit Stroh abgedeckt. Darauf kann Kohl und Kraut gelegt werden, stets mit den Köpfen nach unten gerichtet. Auch sie werden mit Stroh bedeckt und seitlich lange Strohhalme angelegt. Anschließend wird über die Miete eine rund 10 cm dicke Schicht Erde aufgebracht, wobei herausragende Strohhalme als Belüftung dienen. Bei Regen kann eine Plane die Erdmiete schützen.

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