Insektenhotel – Unterkunft für Krabbeltiere

InsektenhotelDurch die menschlichen Eingriffe in die Natur sowie den Einsatz verschiedenster Pflanzenschutzmittel, sind viele Insekten gefährdet. In ihren Lebensräumen finden sie kaum mehr Unterschlupfmöglichkeiten und Schutz. Nistmöglichkeiten sind verschwunden. Dabei sind Nützlinge wie Hummeln, Wildbienen, verschiedene Wespenarten, Florfliegen, Ohrwürmer und Käfer wichtig für das ökologische Gleichgewicht. Nicht nur für die Bestäubung vieler Pflanzenarten zeichnen sie sich verantwortlich, sondern sie sind auch hilfreiche Schädlingsbekämpfer. Lebensräume, die ihnen in Gärten geboten werden, besiedeln die Nützlinge rasch. Sogenannte Insektenhotels sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Durchaus kann eine Behausung für nützliche Insekten auch einfach selbst gebaut werden.

Insektenhotel selbst bauen

Aus vier Kanthölzern wird zunächst ein rechteckiger Kasten gebaut, der rund 10 cm tief sein sollte. Die Länge der Kanthölzer richtet sich nach der gewünschten Größe des Insektenhotel Ein fünftes Kantholz wird wie ein Fach als Unterteilung des Kastens in der Mitte eingefügt. Die Hölzer können sowohl vernagelt wie verschraubt werden. Als Rückwand dient ein dünnes Holzbrett. Die beiden entstandenen Kastenhälften werden der Höhe nach mit zugeschnittenen Kanthölzern weiter in zwei einzelne Fächer unterteilt. Zum Schluss folgt das Aufsetzen des Daches, das aus zwei weiteren Kanthölzern besteht, die zu einem Giebel zusammengefügt wurden. Auch der Dachaufsatz wird noch einmal, der Länge nach unterteilt. Das fertige Insektenhotel, dem noch die Füllungen fehlen, ähnelt einem Setzkasten in Form eines Hauses mit großen Einzelfächern. An der Rückwand gilt es noch zwei Hakenschrauben zu befestigen, an denen das Insektenhotel aufgehängt wird.

Befüllen des Insektenhotels

Im untersten Stockwerk des Hotels wird ein Zimmer mit, der Tiefe von 10 cm entsprechenden, Holzstücken eingerichtet. Die Einrichtung des zweiten Zimmers besteht aus dicht gelegten Stroh- und Schilfhalmen. Dieses Zimmer wird mit einem Stück Hasengitter, das an der Front aufgenagelt wird, verschlossen. Im nächsten Stockwerk wird ein Fach mit zurechtgeschnittenen Stöckchen eines Holunder- oder Haselstrauchs bestückt. Ein Teil der Stöckchen wird der Länge nach halbiert, sodass das Mark frei liegt. Für das nächste Fach werden Lehm und Sand im Verhältnis 50:50 gemischt, Stroh beigefügt und mit Wasser verrührt. Mit dem dicken Brei, der mit der Zeit austrocknet, wird das Fach gefüllt. Der untere Teil des Dachraums kann mit kleinen Zapfen ausgelegt werden und der obere Teil mit Laub. Sodann an einer günstigen Stelle aufgehängt, wird das Hotel nicht lange auf seine neuen Bewohner warten müssen. Gartenliebhaber schätzen nicht nur die Nützlinge als Schädlingsbekämpfer, sondern beobachten auch gerne das rege Treiben rund um den neuen Lebensraum, durch den auch ein aktiver Beitrag zum Artenschutz geleistet wurde.

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