Japanische Baumkunst findet immer mehr Liebhaber



Rupfen, Nägel in Äste schlagen, Zweige verbiegen: Diese Gärtner lassen sich einiges einfallen, um Bäume in lebende Kunst zu verwandeln. Dabei kommen auch Bonsai-Bäume zum Einsatz, aber grundsätzlich eignet sich jeder Baum für die aufwändige Behandlung. Hier an der japanischen Ostküste Japans hat die Gartenkunst Tradition. Tadayoshi Udono, macht aus Bäumen Kunst: „Wenn man es richtig macht und die Bäume behutsam behandelt, müssen sie nicht so viel leiden. Ich liebe meine Bäume.“Natürlich will der Baum-Künstler auch Geld verdienen.

Eine rund hundert Jahre alte Kiefer kostet umgerechnet fast 30.000 Euro. Dennoch trennen sich die Baumkünstler nicht einfach so von dem guten Stück. Makoto Ishibashi, liebt seine Bäume: „Dieser Baum ist Teil der Familie. Natürlich spricht er eher wenig, aber sehen Sie sich doch seine Form an – da spürt man doch, dass er uns etwas sagen will. Ich fühle mich ihm einfach sehr verbunden; wahrscheinlich, weil ich mich immer um ihn gekümmert habe.“Wird ein Baum verkauft, muss er zunächst sorgsam mit dem Wurzelwerk aus der Erde geholt werden. Dieser hier wird künftig in Taiwan stehen. Viele Bäume gehen auch nach Europa, aber der kommende Markt ist China. Im vergangenen Jahr exportierte Japan Pflanzen im Wert von mehr als 50 Millionen Euro ins Ausland. Doch nicht alle Bäume hier stehen zum Verkauf: Diese 500 Jahre alte Kiefer ist ihren Besitzern viel zu sehr ans Herz gewachsen.

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