Vorsicht Nachbar – das gilt auch bei Gartenpflanzen

LavendelFreunde oder Feinde, heißt es im Kräutergarten, denn nicht jedes Kräutlein liebt seinen Nachbarn. Die Ausscheidungen der Kräuterwurzeln können dazu führen, dass sich die benachbarten Pflanzen im Wachstum hemmen. Sie können sich aber auch förderlich auswirken, so können benachbarte Kräuter einander vor Schädlingen und Krankheiten schützen. Es kann aber auch der Fall eintreten, dass ein Kraut sich die Nährstoffe aus dem Boden einverleibt und das Nachbarkraut verkümmert. Für das Gedeihen eines Kräutergartens ist das Nebeneinander wichtig. Grundsätzlich gilt als oberste Regel: Einjährige und mehrjährige Kräuter sollten nicht nebeneinander angebaut werden.

Einjährige Kräuter

Unter den einjährigen [easyazon_link identifier=“3867663653″ locale=“DE“ tag=“wirtschaftcom-21″]Küchenkräutern[/easyazon_link] nimmt das Basilikum eine besondere Stellung ein. Die beliebte Gewürzpflanze wird nicht nur vielen Speisen beigefügt, sondern zeichnet sich auch im Beet durch viele positive Eigenschaften aus. So bewahrt es etwa seine Nachbarn vor dem Befall durch Mehltau und vertreibt die Weiße Fliege. Wer Basilikum auf der Fensterbank zieht, wird seine abwehrende Wirkung gegenüber Mücken und Fliegen bald zu schätzen wissen. Neben Rosmarin gepflanzt, wird die Basilikumpflanze im Wachstum gefördert. Harmonie herrscht unter den Einjährigen auch zwischen Gartenkresse und Majoran, Petersilie und Kerbel. Die vier Kräuter dürfen durchaus auch gemeinsam im Balkonkasten kultiviert werden. Sie schützen und fördern einander, starke Pflanzen sind dem Hobbygärtner gewiss. Im Beet erfreuen sich beinahe alle Kräuter auch über die Kapuzinerkresse als Nachbar. Ein einander ergänzendes Duo bilden auch Dille und Koriander oder Dille und Boretsch.

Mehrjährige Kräuter

Unter den mehrjährigen Kräutern finden sich einige Einzelgänger, die unmittelbare Kräuternachbarn nicht schätzen, wie etwa das Liebstöckel, Wermut, Ysop, Echter Lorbeer und Lavendel. Lavendel hingegen ergibt in Gesellschaft mit Rosen eine ideale Kombination. Auch unter den Mehrjährigen nimmt ein Kraut eine Sonderstellung ein, die Zitronenmelisse. Sie wird von beinahe allen als Nachbar geschätzt. Durch ihre Wurzelausscheidungen und das Aroma der Blätter fördert sie das Wachstum ihrer Nachbarn und schützt sie vor Schädlingen und Krankheiten. Sehr gut kommen auch Schnittlauch, Thymian, Salbei und Estragon miteinander aus. Salbei kann aber auch mit Oregano und Bohnenkraut zur gegenseitigen Förderung vergesellschaftet werden. Ideal zur Kultivierung von Kräutern eignen sich Kräuterspiralen, in denen vier verschiedene Zonen den unterschiedlichen Ansprüchen der Pflanzen gerecht werden. Wasserzone mit Brunnenkresse und Wasserminze, Feuchtzone mit Petersilie, Kerbel und Schnittlauch, Normalzone mit Basilikum, Melisse, Oregano und Ysop und die Mittelmeerzone mit Thymian, Salbei und Bohnenkraut. Kräuter können aber auch in Töpfen und Kübel gezogen werden. Auf dem Balkon oder der Terrasse verbreiten sie dann einen angenehmen Duft und stellen eine optimale Ergänzung zu den Sommerblumen und Stauden dar.

Nimm an der Diskussion teil

Your email address will not be published.