Baum faellen 660x330 - Bäume fällen - in der Theorie einfacher als in der Praxis

Bäume fällen – in der Theorie einfacher als in der Praxis

Geht es darum, einen Baum zu fällen, dann hört sich das in der Praxis ganz einfach an: Seil in den Baum und so verankern, dass der Baum in die gewünschte Richtung fällt, Kettensäge an und mit drei Schnitten liegt der Baum am Boden. Stopp! Denn so einfach ist es dann doch nicht! Selbst wenn es darum geht einen Baum im eigenen Garten zu fällen, so ist das nicht so einfach und auch nicht immer erlaubt. Besonders beim Thema Bäume endet der Streit mit dem Nachbarn nicht selten vor Gericht. Gründe dafür sind zumeist die total verschiedenen Ansichten, in dieser Hinsicht. Der eine geht voll und ganz durch die Natur in seinem Garten auf und der andere fühlt sich gestört von den Bäumen – vor allem im Herbst, wenn er seine Blätter verliert und/oder da diese das Licht nehmen. Selbst wenn der Baum im eigenen Garten steht, fühlen sich die Bewohner oft durch diesen beeinträchtigt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Baum sehr hoch ist. In solchen Fällen liegen selbst die Räume in den oberen Stockwerken im Dunkeln, selbst wenn die Sonne scheint. Baumbesitzer hegen dann den Wunsch den Baum am besten heute als morgen zu fällen – wenn da nicht das Bundesnaturschutzgesetz wäre sowie die zahlreichen Baumverordnungen.

Der Wunsch, dass der Baum fällt

Ob eine Baumfällung in Nürnberg oder in einem anderen Ort im Bundesgebiet, die Gründe dafür, dass ein Baum oder Bäume fallen müssen sind zahlreich. Der erste Grund ist sicherlich Laub, Zweige, Früchte und auch Samen dass sich je nach Baumart auf dem eigenen Grundstück sowie dem des Nachbarn verteilt. Nicht nur, dass der Anblick unschön ist, sondern es ist mit einem regelmäßigen zusätzlichen Arbeitsaufwand verbunden. Darüber hinaus besitzen besonders die älteren Bäume ein weit verzweigtes Wurzelwerk, wobei die Baumart (Nadelbäume, Laubbäume oder Obstbäume) keine Rolle spielt. Meist reichen die Wurzeln weit bis in das Nachbargrundstück hinaus und stören so das Wachstum anderer Pflanzen. Im schlimmsten Fall kann es sogar dazu kommen, dass das Fundament des Hauses beschädigt wird oder Pflastersteine angehoben werden. Tragen die Bäume eventuell giftige Früchte oder Blätter kann dies zu einer Lebensgefahr für Kinder und Haustiere werden.

Wann ist es erlaubt einen Baum zu fällen?

Es ist leider nicht bundeseinheitlich geregelt, ob und wann ein Baum gefällt werden darf. Das bedeutet die Stadt- und Gemeindeverwaltungen können nach eigenem Interesse Baumschutzsatzungen aufstellen und zum anderen gelten die Baumschutzverordnungen der Bundesländer. Wer einen Baum fällen möchte, der sollte sich auf dem Umweltamt der Stadt informieren und sich ggf. eine Genehmigung zum Holzfällen einholen. Wird ein Fällschnitt ohne Genehmigung durchgeführt, muss unter Umständen mit einem Bußgeld des Ordnungsamtes gerechnet werden. Erlaubt sind trotz Genehmigung keine Baumfällungen zu bestimmten Jahreszeiten aufgrund nistender Vögel. Wird dennoch gefällt, dann drohen in dem Fall empfindliche Bußgelder und Strafen. Außerdem kann es möglich sein, dass der Baum als Naturdenkmal eingestuft ist und somit nicht gefällt werden darf. Kommt es zu einer Fällung, dann droht eine hohe Geldbuße oder sogar eine Haftstrafe. Noch nicht einmal ein Ast eines solchen Baumes darf laut dem Naturschutzgesetz abgesägt werden, wenn dafür keine Genehmigung erteilt wurde.

Die richtige Fälltechnik

Empfehlenswert ist es, die Baumfällung stets den Fachleuten zu überlassen, da diese über die entsprechende Ausbildung verfügen und über das richtige Equipment, um einen Baum ordnungsgemäß zu fällen. Wird ein Baum gefällt, gilt es Folgendes zu beachten:
  1. Das Fällgebiet muss vollkommen abgesichert werden.
  2. Es gilt sicherzustellen, dass sich keine Personen, Tiere oder Gegenstände im Gefahrenbereich befinden.
  3. Im Anschluss bestimmt der Fachmann den Fallwinkel und die Fallrichtung des Baumes – wobei die Fallrichtung möglichst auf freie Grundflächen ausgerichtet sind.
  4. Ähnlich wie bei der Baumpflege werden alle erreichbaren Äste gestutzt bzw. entfernt.
  5. Letztendlich wird der Baum mit drei Schnitten zu Fall gebracht.
Bei den ersten beiden Schnitten handelt es sich um die sogenannte Fallkerbe, die etwas die Größe von einem Viertel des Stammumfanges aufweist. Diese wird von dem Fachmann auf der Seite geschnitten, auf die der Baum fallen soll. Beim dritten Schnitt handelt es sich um den eigentlichen Fällschnitt. Ausgeführt wird dieser mit der Kettensäge von der gegenüberliegenden Seite. Mithilfe eines Seils können die Helfer bei den Baumfällarbeiten die Fallrichtung minimal korrigieren. Angebracht ist dieses Seil möglichst hoch oben am Stamm.

Den Fachmann zum Baumfällen beauftragen

Niemand sollte in Erwägung ziehen, Bäume in Eigenregie zu fällen, nur um Geld zu sparen. Schon ein mittelgroßer Baum kann Probleme mit sich ziehen, wenn die Fällung von einem Laien durchgeführt wird. So kann bspw. der Baum unkontrolliert auf das Auto des Nachbarn landen, den Garten ruinieren oder dessen Dach beschädigen. Fazit ist, dass das Bäumefällen aus Sicherheitsgründen niemals in Eigenregie vorgenommen werden sollte. Es sollte stets ein Fachmann damit beauftragt werden, da dieser das notwendige Wissen und das entsprechende Equipment mitbringt.

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