Gartenmauer aufpeppen – unsere Tipps und Tricks

Gartenmauer aufpeppen – unsere Tipps und Tricks

Wer ein Haus kauft, dass bereits in die Jahre gekommen ist, der ist nicht immer glücklich damit, wie die Mauern sich präsentieren. Besonders dann, wenn die Mauern kühl wirken, verschmutzt oder in die Jahre gekommen sind, besteht der Wunsch, diese zu verschönern. Dies ist mit einfachen Mitteln durchaus möglich, sodass die Gartenmauer am Ende ein ansprechendes Bild vermittelt und sich entsprechend der Gartengestaltung anpasst.

Die Mauer – sie hat viele Funktionen

Eine Gartenmauer trennt nicht nur Gärten voneinander, sondern sie rahmt auch Beete ein, stützt Hochbeete oder trennt Wege von anderen Bereichen ab. Oftmals besteht sie aus robustem Material, was allerdings nicht gerade eine ansprechende Optik bietet. Daher entscheiden sich viele Gartenbesitzer, die Mauer aufzupeppen. Das kann geschehen, in dem sie z. B. Verputzt wird. Aber hier kommt es darauf an, dass die passenden Werkzeuge zum Verputzen vorhanden sind sowie auf die richtigen Materialien und Verarbeitung. Aber nicht nur aus optischen Gründen wird eine Gartenmauer oft verputzt, sondern durch den Putz wird die Mauer verfestigt, abgedichtet und sie ist besser vor der Witterung geschützt, der sie permanent ausgesetzt ist. Es gibt auch Fälle, in denen der Putz die Mauer dämmt, wobei ein saugfähiger Putz sogar dafür sorgt, dass feuchte Wände wieder trocknen. Wissensfakt: Bereits vor 5000 Jahren wurden Wände und Mauern verputzt, um diese zu schützen. Damit zählt der Putz zu den ältesten Werkstoffen der Welt.

Die Gartenmauer renovieren – wertvolle Tipps

Eigentlich sollte eine Einfriedigung etwas für die Ewigkeit sein. Doch die Witterung setzt dem Bauwerk zu, sodass der Putz abblättert, die Fugen ausgewaschen werden und die Mauer bestenfalls nur noch einen morbiden Charme verströmt. Aber es gibt eine Vielzahl von Ideen, mit der die Gartenmauer aufgehübscht werden kann.

Ein neuer Putz muss her

Es ist gar nicht so schwer, eine Mauer zu verputzen. Dafür muss diese zuerst von Staub und Schmutz befreit werden. Am besten gelingt dies mit einem Hochdruckreiniger. Wer über einen solchen nicht verfügt, der kann dies mit Wasser und Schrubber/Bürste tun.

Im Anschluss wird wie folgt vorgegangen:

  • Den auf das Material der Mauer abgestimmten Haftgrund auftragen.
  • Den Basisputz anrühren – auf die Herstellerangaben achten.
  • Mit der Traufel den Putz anwerfen und mit dem Reibebrett glätten.
  • Ist alles vollständig durchgetrocknet, kann ein Dekorputz nach Wahl aufgebracht werden.
  • Wer möchte, der kann die Gartenmauer dann noch mit einem Anstrich verschönern.

Eine marode Mauer hinter einer Verkleidung verstecken

Marode mauern können auch hinter glasfaserverstärkten Kunststoffplatten verschwinden. Damit gehören Renovierungsarbeiten der Vergangenheit an. Angeboten wird das Material in vielen schönen Optiken, wobei sich dieses attraktiv in das natürliche Umfeld einfügt. Zudem sind die Kunststoffplatten einfach zu verarbeiten und kaum von Naturmaterialien unterscheiden.

Die Gartenmauer mit Klinker verschönern

Deutlich resistenter gegen Schlagregen und Starkwind sind Verklinkerungen im Vergleich zu bspw. Putz. Zugleich sind die Steine ökologisch verträglich, denn sie werden aus natürlichen Rohstoffen wie Lehm, tonhaltigen Massen oder Ton hergestellt, womit sie recycelbar sind. Auch eine Gartenmauer kann nachträglich verklinkert werden. Allerdings ist für die Verklinkerung zwingend ein Fundament notwendig, das zudem frostsicher sein muss. Zu diesem Zweck muss rund um die Steinwand ein 80 Zentimeter tiefer Graben ausgehoben werden, der mit Kies verfüllt und gut verdichtet werden muss. Ebenfalls empfehlenswert ist eine Armierung aus Eisenmatten. Im Anschluss wird der Beton in die Grube gegeben und mit einem Stampffuß verdichtet. Diese Basis muss gut durchtrocknen, bevor mit der Verklinkerung begonnen wird. Tipp: Je weniger Erfahrung mit dem Mauern vorliegt, desto glatter sollten die gewählten Klinkersteine sein. Der Grund ist, dass der Zement, der unbeabsichtigt auf den Steinen landet, sich im Nu in den offenporigen Steinen festsetzt, wodurch ein unschöner, grauer Schleier entsteht.

Natursteine um die Gartenmauer zu verblenden

Mauern aus Natursteinen liegen voll im Trend. Mit ihnen können in die Jahre gekommene Betonmauern ein völlig neues und elegantes Aussehen erhalten. Dabei ist es nicht zu erkennen, dass es sich nur um eine dünne Steinschicht handelt. Der Vorteil dieser Verschönerung: Es gibt eine Vielzahl von Steinvarianten und somit kann die Mauer perfekt auf die Gartengestaltung abgestimmt werden. Für die Befestigung ist Mörtel empfehlenswert, denn bei einer Gartenmauer kann die Hinterlüftung vernachlässigt werden.

Dabei wird wie folgt vorgegangen:

  • Das Mauerwerk von Staub und Schmutz befreien.
  • Die Natursteine auf dem Boden auslegen, um einen möglichst harmonischen Gesamteindruck zu erzielen.
  • Nach Herstellerangaben die Gartenmauer grundieren.
  • Den Mörtel auftragen und die Steinplatten andrücken.
  • Überschüssiges Material wird direkt mit der Kelle aufgenommen.

Die Gartenmauer begrünen

Dabei handelt es sich um die natürlichste Variante, die zugleich unkompliziert umzusetzen ist. Mit Kletterpflanzen wie Efeu, Geißblatt oder wilden Wein ist die Mauer in kurzer Zeit überwachsen, denn die Pflanzen halten sich in den Fugen der Mauer fest. Zudem sind sie auch ökologisch wertvoll, da sich in dem dichten Grün viele Lebewesen einnisten werden und so eine geschützte Heimat finden. Zumeist bieten alte, morbide Gartenmauern zahlreiche Vorsprünge und Ritzen, wodurch die Mauern einen besonderen Charme ausstrahlen. Sofern Vorsprünge und Ritzen eine gewisse Größe aufweisen, bieten sie einen idealen Untergrund für genügsame Steingartenpflanzen.

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