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Ginseng – der König der Heilpflanzen

Zu den bekanntesten Pflanzen weltweit gehört Ginseng. Diese Pflanze enthält wertvolle medizinische Wirkstoffe und gilt in Asien daher seit langem als „König der Heilpflanzen“. Wer vor hat Ginseng selbst anzubauen, der muss vorab wissen, dass dies kein so einfaches Vorhaben ist. Doch wer sich die Mühe macht, der erhält gesunde Wurzeln der Pflanze und kann sicher sein, dass in dieser keinerlei Chemikalien oder künstliche Düngemittel enthalten sind.

Ginseng im eigenen Garten – die verschiedenen Arten

Ein jeder der Ginseng selber ziehen möchte, der muss zuerst die verschiedenen Arten kennen:

  • Koreanischer Ginseng: Er ist ein Adaptogen. Diese Ginseng Art ist aufgrund der vielfältigen Ginsenoide in der Lage, dem Körper zu helfen sich dem Bedarf anzupassen. Er wirkt auf den Stoffwechsel sowie auf das Hormonelle- und Nerven-System.
  • Amerikanischer Ginseng: Diese Ginseng-Art kommt in Nordamerika wild vor sowie kultiviert. Doch die Heilkraft reicht in keiner Weise an die des Koreanischen heran. Das Spektrum an Ginsenosiden ist deutlich geringer, mit nur 13 Verschiedenen. Zum Vergleich: Der koreanische weist mehr als 30 verschiedene Ginsenoside auf.
  • Chinesischer Ginseng: Dieser ist, wie der Name sagt, in China beheimatet und weist eine schwache Wirkung mit 14 verschiedenen Gisenosiden auf.
  • Japanischer Ginseng: Schon früh wurde dieser Ginseng für Heilzwecke eingesetzt. Die Wirkung unterscheidet sich jedoch von dem koreanischen Ginseng. Der japanische Ginseng weist nur 8 Ginsenoside auf und zwei davon kommen in der koreanischen Art nicht vor. Das Dritte, was vorkommt, ist 270-fach höher in seiner Wirkung als im koreanischen Ginseng. Aus diesem Grund kann japanischer Ginseng kein Adaptogen sein, sondern weist eine spezifische Wirkung auf.
  • Siberischer Ginseng: Hierbei handelt es sich nicht um Ginseng, wobei es als „Taiga-Ginseng“ bezeichnet wird, damit das Produkt teurer verkauft werden kann.

Ginsenganbau – arbeitsintensiv und zeitaufwendig

Es ist nicht zu verleugnen, dass der Anbau von Ginseng arbeitsintensiv und zeitaufwendig ist. So kann beispielsweise in dem Boden, wo einmal eine Wurzel geerntet wurde, für ein ganzes Jahrzehnt kein Ginseng mehr angebaut werden, da die Wurzel aufgrund der fehlenden Nährstoffe im Boden verfaulen würde.

Ginseng wird auf einer Höhe von 400 bis 700 Meter angebaut und das auf kaliumreichen Böden. Zudem liebt die Pflanze sommerliche Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad. Im Winter sind Temperaturen von 1 bis 14 Grad optimal, wobei kleine Mengen Schnee für Ginseng kein Problem darstellen. Der Niederschlag sollte zwischen 1100 bis 1300 mm betragen und im Winter zwischen 700 und 2000mm.

Nach der Ernte benötigt der Boden, indem der Ginseng gewachsen ist eine Ruhezeit von bis zu 10 Jahren und auch die Samenbildung startet in der Regel erst vier Jahre nach der Keimung. Sind die Beeren reif, pflücken die Farmer diese und befreien die Samen vom Fruchtfleisch.

Ginseng selber ziehen – mehr als nur ein Hobby

Ein erfolgreicher Anbau ist abhängig vom perfekten Standort. Auch wenn wie im oberen Abschnitt aufgezeigt, Ginseng nur unter bestimmten Bedingungen wächst, so kann dennoch ein geeigneter Platz im heimischen Garten gefunden werden. Wichtig dabei ist die Bodenbeschaffenheit. Am besten wächst Ginseng auf einem gut durchlässigen Boden, der mit Kalzium und Phosphor angereichert ist und einen pH-Wert von 5,0 bis 6,5 aufweist. Am besten fühlt Ginseng sich an Plätzen wohl, an denen Schattenkräuter und Farne gedeihen. Auf jeden Fall sollte nasser, lehmiger Boden vermieden werden.

Den wilden koreanischen Ginseng gibt es nicht mehr sehr häufig. Es ist heute sehr gut nachvollziehbar, dass Ginseng einst nur den Herrschern und reichen Menschen vorbehalten war, da die einzelnen wilden Wurzeln sehr teuer sind. Doch auch früher war es sehr schwierig, wilden Ginseng zu finden und daher begann man in Korea bereits sehr früh damit, die Pflanze zu kultivieren.

Die Ginseng Pflanze ist wie eine Diva, die ihre Pracht nur dann entfaltet, wenn ihr die passenden „Lebensumstände“ geboten werden. Sie benötigt als Waldpflanze Schutz vor der Sonne und sie mach auch keine Pestizide, sondern nur die „täglichen Schritte des Bauern“. Düngemitteln nützen ebenfalls nichts, denn diese erhöhen zumeist nur den Wassergehalt und das nützt nichts, sofern die Pflanze nach der Ernte getrocknet wird.

Die Ginsengwurzel kann von Frühling (März/April) oder im Herbst umgepflanzt werden. Da die Wurzeln sehr empfindlich sind, sollten sie während des Um- oder Einpflanzen mit größter Vorsicht behandelt werden. Wer die Aufzucht mit vorgekeimten Samen bevorzugt, der pflanzt diese im Herbst ein, nachdem die Bäume ihre Blätter verloren haben. Empfehlenswert ist es, nur vorgekeimte Samen zu verwenden, da die frischen Ginsengsamen 18 Monate benötigen, bis das sie zu keimen beginnen. Im Frühjahr können dann kleine Pflanzen mit drei erdbeerähnlichen Blättern entdeckt werden, die sich an einem rund 2 cm hohen Stängel befinden. In den nächsten 7 Jahren wird die Population dann vermindert, bspw. durch Pilzkrankheiten, Nagetiere oder Naturgewalten. Was übrig bleibt, ist eine gesunde Anzahl von Ginsengpflanzen und diese überlässt man sich dann selbst. Durch dieses „stressvolle“ Heranwachsen, mit dem täglichen Kampf um Wasser, Nahrung und Platz, lässt eine Wurzel heranwachsen, die der wilden Art in Form, Charakter und Heilkraft gleicht.

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