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Makeover – ein neues Bad in der Gartenlaube

Ein ganz gewöhnliches Wochenende in der Schrebergarten-Kolonie: Während die einen die wohlig warme Sonne genießen und den Samstagmittag nutzen, um gemütlich zu grillen, gehen die anderen ihren „Pflichten“ als Hobby-Gärtner nach. Es ist einfach eine Idylle und entspannend, die Freizeit im eigenen, kleinen Garten am Stadtrand, fern ab von der Großstadt Wohnung zu genießen. Doch dann wenn es darum geht, das die Blase vom Bier drückt oder die Hände kleben, dann gibt es ein Problem: Oft sind die Bäder alt oder in vielen Anlagen gibt es keine Abwasserleitungen und Frischwasser-Zufuhr. Der Grund ist, dass die Gartenlauben vom Ursprung her, nur zur Aufbewahrung der Geräte und Gartenbauerzeugnissen dienten und nicht zum Wohnen.

Selbst aktiv werden – die sanitäre Vorrichtung in der eigenen Laube

Die Schrebergärtner, die selbst aktiv werden, sollten zuerst mit der Verwaltung sprechen, ob und wenn ja, welche Möglichkeiten bestehen, im eigenen Garten eine sanitäre Einrichtung zu erstellen. Vier Varianten kommen hier in Betracht: Eine Kompost-Toilette / zugleich die umweltfreundlichste (die Hinterlassenschaften werden gesammelt und kompostiert). Jedoch hat das nichts mit dem Wohlfühl- und Wellness-Gedanken der modernen Bäder zu tun. Die Trenntoilette und das Chemie-WC / beides lässt sich mühelos integrieren, aber auch das kommt einem waschechten Badezimmer nicht nah. Diejenigen die über ein größeres Häuschen verfügen, das über eine Wasserzufuhr und Abwasserleitungen verfügt, die können ihr Wochenendheim mit der gewohnten Badkeramik ausstatten. In erster Linie halten eine neue Toilette und ein Waschbecken Einzug in die Laube – eben damit die Grundbedürfnisse gedeckt sind. Bei einer Badewanne oder einer Dusche handelt es sich eher um ein luxuriöses Plus, aber ist keineswegs mehr eine Seltenheit in den Kleingärten. Geht es um die Auswahl der Sanitärprodukten, sollte die Wahl auf robustes Material wie Keramik fallen, denn dieses ist widerstandsfähig gegenüber Kratzern und zudem leicht zu reinigen. Handwaschbecken und Hänge-WCs sparen Platz und bieten mehr Bewegungsfreiraum. Dazu noch robuste, große Fliesen, wodurch weniger Fugen entstehen. Zum einen wirken die Räume größer und sind pflegeleichter.

Der Outdoor-Waschplatz

In vielen Anlagen sind Warmwasserleitungen Mangelware und das bedeutet, es besteht ausschließlich eine Kaltwasserleitung. Zumeist befindet sich das Auslaufventil bzw. der Wasserhahn an der Außenseite des Hauses oder als freistehende Variante an der Grundstücksgrenze. So hat der Hobbygärtner die Möglichkeit seine Beete zu bewässern und sich die Hände nach der Arbeit zu waschen – das alles im eigenen Garten. Oft handelt es sich dabei um ein Modell mit Schraubverschluss, sodass es möglich ist, einen Schlauch anzuschließen, um das Bewässern zu vereinfachen, in dem ein Rasensprenger angeschlossen wird. Befindet sich der Wasserhahn an der Hausaußenseite, dann kann dort zugleich ein vollständiger Waschplatz entstehen. Einfach dazu ein robuste Waschbecken anbringen, bspw. aus Stahlemaille, Kunststoff oder Edelstahl. Diese Materialien widerstehen auch kleinen Steinchen oder den unterschiedlichen Wetterbedingungen problemlos. Selbst eine Außendusche für die sommerliche Abkühlung ist denkbar.

Die Pflege der Gartenlaube

Die Laube ist der Natur ausgesetzt und das Holz wird instabil durch die zahlreichen Umwelteinflüsse die darauf wirken. Ein regelmäßiger Anstrich bewahrt die Holzlaube vor Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und Schädlingen. Besonders die Wetterseite der Laube wird von Regen und Schnee während der Wintermonate stark angegriffen. Entsprechend oft muss die Wand nachgestrichen werden, im Gegensatz zu den anderen. Empfehlenswert dafür ist eine spezielle Wetterschutzfarbe. Im übrigen bedürfen die Gartenlauben aus Lärchenholz nicht so viel Pflege und Behandlung als die aus weicheren Holzarten. Das bedeutet, dass diese Lauben leichter zu handhaben sind. Doch geht es darum öfter einmal etwas Neues auszuprobieren und sich für Farbe entscheidet, der profitiert von einem Vorteil: Farbanstriche bieten einen höheren Schutz vor der UV-Strahlung, als Holz-Öle oder -Lasuren.

Die Gartenlaube wohnlich machen – für das entspannte Wochenende

Zum dauerhaften Wohnen sind die Gartenlauben nicht geeignet bzw. es ist nicht erlaubt. Aus diesem Grund gibt es dort zwar fließend Wasser und Strom, doch Fernseh- und Telefonanschlüsse sind dort nicht gestattet. Doch es spricht nichts dagegen, dass die Eigentümer am Wochenende dort übernachten und somit hat sich die Gartenlaube mit der Zeit für viele Deutsche zum kleinen Ferienhaus entwickelt – und entsprechend sind diese ausgestattet. Doch bevor es an die Einrichtung geht, ist es wichtig, dass ein bestimmter Stil bestimmt und dann konsequent eingehalten wird. Schnell kann eine Gartenlaube mit ein paar bunten Kissen, Tischdecken. Vorhängen und Wimpelketten gemütlich wirken. Die alten Gartenmöbel erhalten einen neuen Anstrich und die Terrasse erhält einen Farbtupfer durch einen Outdoor Teppich. Für ein echtes Urlaubsfeeling sorgt die Hängematte oder der Hammock in den Bäumen auf dem Grundstück, während die Lichterkette für die abendliche Stimmung sorgt. Selbst die Hinterlassenschaften des Vorpächters enthalten oftmals so manchen Schatz. Beispielsweise sind das die Zinkwannen, die ein beliebtes Stilmittel sind oder auch Pflanztische sowie alte Fensterläden. In der Küche gibt es oft nicht mehr als einen Kühlschrank, einen Wasserkocher und eine Kaffeemaschine. Einige der Lauben verfügen über eine kleine Kochstelle, bspw. mit Doppelkochplatte, was vor allem praktisch ist, wenn Kinder vorhanden sind. Wer Obst direkt einkochen oder einen Kuchen backen möchte, der kommt nicht um Herd und Ofen herum. Besonders wichtig: Tolles Geschirr, das jede Tafel aufwertet. Dabei spielt es keine Rolle, ob vom Flohmarkt einzelne Stücke zusammengesucht werden oder aber es sich um das Set des Lieblings-Designers handelt.

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