Admiral 660x330 - Pestizide und Straßenbau bedrohen Schmetterlinge

Pestizide und Straßenbau bedrohen Schmetterlinge

Seit Menschengedanken flattert der Rote Admiral über die Wiesen von Nordeuropa. Doch das könnte bald ein Ende haben - denn er gehört zu den acht Schmetterlingsarten, die vom Aussterben bedroht sind. Die Schmetterlingspopulation in Europa ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Die Europäische Umweltbehörde befürchtet, die Wiesen-Schmetterlinge könnten in den kommenden fünfzig Jahren aussterben. Véronique Brondeau von der Beobachtungsstelle für Garten-Artenvielfalt: "Der Rückgang des Schmetterlingsbestands ist nur die Spitze des Eisbergs. Tatsächlich gibt es viele andere Arten, die ebenso verschwunden sind. Und weil wir sie nicht sehen, bemerken wir es nicht." Es sind nicht nur die Schmetterlinge und es passiert nicht nur in Europa. Intensive Landwirtschaft und Verstädterung, neue Straßen und Pestizide bedrohen Insekten weltweit. Benoît Fontaine arbeitet im Museum für Naturkunde: "Ich glaube nicht, dass es irgendwann keine Schmetterlinge mehr gibt. Aber es kann passieren, dass Arten aussterben, die eine bestimmte Umgebung brauchen, eine Pflanze oder einen Ort. Sie werden durch widerstandsfähigere Arten ersetzt, die überall die gleichen sind." Weniger Vielfalt und weniger Schönheit sind die Folgen. Zudem sind Schmetterlinge ein wichtiges Glied in der Nahrungskette und spielen neben Bienen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung. Sterben Schmetterlinge aus, hätte dies ernsthafte Folgen für die Natur - und den Menschen.

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