Thuja – den Lebensbaum pflanzen, pflegen und schneiden

Thuja – den Lebensbaum pflanzen, pflegen und schneiden

Sichtschutzhecken sind beliebt, doch die Thujahecken haben nicht gerade das beste Image - gelten sie doch als Symbolpflanze der kleinbürgerlichen Spießergärten. Allerdings wird dem robusten Zypressengewächs damit großes Unrecht getan. Denn sie sind nicht nur ein hervorragender Sicht- und Windschutz, sondern sind selbst aus ökologischer Sicht viel bessre als ihr Ruf.

Wissenswertes über Thujen

Thuja ist eine Pflanzengattung und ist in vielen Sorten erhältlich. Einige wachsen klein und kugelig, während andere bis zu 15 Meter hoch werden können. Der Jahreszuwachs kann je nach Sorte von wenigen Zentimetern bis zu 35 Zentimeter betragen. Aufgrund seines dichten Wuchses ist das Nadelgehölz als immergrüne Wand sehr beliebt. Um eine dichte Hecke zu gestalten, ist ein regelmäßiger Schnitt unumgänglich. Hinzu kommt, dass die Lebensbäume in allen Pflanzenteilen giftig sind.

Thuja richtig pflanzen - so geht’s

Das Nadelgehölz kann als Topfware ganzjährig gepflanzt werden, sofern der Boden nicht gefroren ist. Allerdings werden im Frühjahr und Herbst Heckenpflanzen mit Ballen angeboten. Eben diese sind nur in einem begrenzten Zeitraum zu pflanzen. Hinzu kommt, dass sie in den ersten 12 Monaten mehr Fingerspitzengefühl bei der Pflege benötigen. Bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit und Wärme gedeihen grundsätzlich alle Gartenpflanzen. Aus diesem Grund stellen Frühjahr und Herbst die optimale Pflanzzeit dar.

Es gilt für alle Thujen:

  • Sofern der Boden zur Verdichtung neigt, ist es sinnvoll eine dünne Drainageschicht aus Kies oder Sand in das Pflanzloch zu geben.
  • Das Pflanzloch sollte doppelt zu tief und breit sein, wie der Wurzelballen.
  • Zunächst müssen zwei bis drei Liter Pflanzenerde in das Pflanzloch gegeben werden.
  • Vor dem Einpflanzen muss die Heckenpflanze gründlich gewässert werden.
  • Den Wurzelballen in das Pflanzloch stellen und den Hohlraum mit einer Mischung aus Pflanzerde und Aushub füllen.
  • Die Thuja düngen. Dafür den Dünger auf die Oberfläche geben und leicht in den Erdboden einarbeiten.
  • Die Neupflanzung im Anschluss gießen – je nach Größe der Pflanze mit 10 bis 20 Liter Wasser.

Die Grundlagen der Thuja-Pflege

Das Gießen, Schneiden und Düngen der Pflanze gehört zur Pflege der Thujen. Hinzu kommt dass es notwendig ist, die häufigsten Krankheiten bei Thujen zu kennen. Es gilt generell, dass Thuja nur in der ersten Zeit nach dem Pflanzen und in besonders trockenen Perioden gegossen werden müssen.

Das Schneiden der Thujahecke

Thujen sollten zweimal jährlich geschnitten werden, da diese schnell wachsen. So ist es möglich, die Hecke in Form zu bringen. Bei jungen Thujen wird zuerst die Spitze abgeschnitten, wenn die Hecke die gewünschte Höhe erreicht hat. Anders die Seiten der Thujen, diese können natürlich geschnitten werden. Zum Ende des Frühjahrs (Mai/Juni) sollte der erste Formschnitt erfolgen und dann im August/September der zweite. Beim Schneiden gilt es darauf zu achten, dass die Thujen im Schatten stehen, also am Abend oder an einem bewölkten Tag. Zudem darf nur der grüne Teil der Hecke geschnitten werden – niemals ins Holz schneiden.

Das Düngen

Um das Wachstum der Pflanzen anzutreiben, ist es wichtig, diese richtig zu düngen. Daher sollte nur zu einem bestimmten Zeitpunkt gedüngt werden. Ein geeigneter Zeitpunkt ist zwischen Ende April und Anfang August. Wird zu spät gedüngt, dann wächst die Pflanze weiter, selbst wenn sie sich auf den Winter vorbereiten sollte. Dadurch wird das Risiko eines Frostschadens erhöht. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass im Dünger Magnesium enthalten ist. Verfärbt sich eine Thuja gelblich, dann leidet die Pflanze wahrscheinlich unter Magnesiummangel.

Krankheiten erkennen

Thujen sind stark und widerstandsfähig, zumindest bei richtiger Pflege. Die Pflanze kann in einem magnesiumhaltigen Boden gute Abwehrkräfte entwickeln. Sollten Thujen doch einmal kränkeln, dann ist es wichtig, dass die Ursache direkt angepackt wird. Es reicht keineswegs aus, einfach die betroffenen Äste abzuschneiden, denn die Ursache kann auch ein Magnesiummangel, eine Schimmelinfektion oder ein Insektenbefall sein. Nur dann wenn die Ursache direkt bekämpft wird, ist es möglich, dass die Pflanze sich wieder erholt.

Woher stammt die Gattung Thuja?

Insgesamt besteht die Gattung Thuja aus nur sechs Arten und diese sind zum Teil in Nordamerika und zum Teil in Ostasien verbreitet. Jedoch sind die beiden neuweltlichen Arten als Gartengehölz gefragt:
  • Abendländischer Lebensbaum (Thuja Occidentalis)
  • Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata)
Zu den Liebhaberpflanzen zählen eher der Morgenländische Lebensbaum (Thuja orientalis), der in China und der Mandschurei verbreitet ist, sowie der Japanische Lebensbaum (Thuja standishii). Das diese Arten nur sehr selten in den europäischen Gärten zu finden sind, ist, dass sie nicht so frosthart sind wie die nordamerikanischen Verwandten. Botanisch gehört die Pflanzengattung Thuja zur Familie Zypressengewächse (Cupressaceae). Als solche weisen diese die verschiedenen Thuja-Arten auch die typischen, eng an den Zweigen anliegenden Schuppenblätter auf.

Der beste Standort

Am besten wachsen Lebensbäume an vollsonnigen Standorten, tolerieren aber auch noch lichten Schatten. Wichtig ist, dass der Boden feucht ist und im Sommer nicht austrocknet. Lebensbäume wachsen am besten auf kalkhaltigen, sandigen Lehmböden. Der Vorteil der Thujen ist, dass sich das Gehölz sehr gut an unterschiedliche Bodenarten und pH-Werte anpassen kann. Somit wachsen sie auch bei guter Humusversorung und Bodenfeuchte auf sauren Sandböden.

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