Umzug in Corona-Zeiten – fällt er komplett aus?

Umzug in Corona-Zeiten – fällt er komplett aus?

Noch immer befindet sich Deutschland in der Corona-Krise und seit April gilt die sogenannte „bundesweite Notbremse“, die bis zum 30. Juni befristet ist. Die damit verbundenen Vorgaben wirken sich nicht nur auf den Alltag aus, sondern auch auf den geplanten Umzug. Denn durch die weiter scharfen Kontaktbeschränkungen und die hohen Indizien gilt es beim Umzug einiges zu beachten.

Die alte Wohnung gekündigt – der Umzug geplant

Im Allgemeinen gelten Corona-Kontaktbeschränkungen und wer seinen Umzug privat organisieren will, der muss sich dies genau überlegen. Denn sie sieben Freunde aus diversen Haushalten, die mit anpacken wollen bzw. sollen, sind nicht erlaubt, da der Umzug auch auf öffentlichen Gelände stattfindet und eben solche Zusammenkünfte absolut verboten sind und mit Bußgeldern belegt werden. Das Beste ist es, kurz beim Ordnungsamt nachzufragen, ob es möglich ist, dass eine Ausnahme zugelassen wird.

In der Regel ist ein Treffen mit fünf Personen aus einem anderen Haushalt, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet werden. Daher sollte die Auswahl der Helfer sorgsam erfolgen. Am besten eine Familie, mit starken Kindern im Alter von 13 Jahren. Zudem gilt: Masken tragen und Abstand halten, so gut dies bei dem Tragen von Möbeln und Kisten geht. Zudem heißt es Beeilung und nicht trödeln, denn es gilt zudem die örtlichen Ausgangssperren am Start- und Zielort zu beachten.

Private Umzugshelfer

Erlaubt ist der Kontakt mit einem weiteren Haushalt und insgesamt dürfen sich fünf Personen treffen. Folgende Notbremse gilt:

  • Ab einer 7-Tage-Inzidenz an drei folgenden Tagen auf über 100 Neuinfektionen, treten wieder die Regeln von vor dem 07. März (eigenen Haushalt und eine weitere Person).
  • Bei Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 35 gilt der eigene Haushalt mit zwei weiteren Haushalten (nicht mehr als 10 Personen).

Zu beachten ist ebenfalls die Ausgangssperre. Diese gilt von 21 bis 5 Uhr. Die Wohnung darf nur verlassen werden, wenn ein triftiger Grund dafür vorliegt – dazu zählt der Umzug.

Wer sich einen solchen Umstand nicht antun möchte, der greift besser auf professionelle Umzugsunternehmen zu. Denn diese dürfen Umzüge unter Einhaltung der entsprechenden Hygienevorschriften durchführen. Aufgrund der Corona-Krise und den damit aktuell verbundenen Auflagen bzw. Vorschriften, erfreuen sich die Profis nach Angabe des Bundesverbandes Möbelspedition und Logistik einer erhöhten Nachfrage von Privathaushalten.

Doch Vorsicht: Es handelt sich beim Möbelpacker nicht um einen Ausbildungsberuf und ein jeder kann ein Gewerbe anmelden. Wird nur auf den Preis geschaut, aber die Fragen in Bezug auf Haftung und Versicherung vergisst, die bei einem Umzug durchaus relevant sein können, der wird sich ärgern, wenn die antike Eichenkommode nicht mehr in einem Stück am Ziel ankommt, wie sie verpackt wurde.

Ab wann ist ein Umzug nicht mehr möglich?

Dann wenn ein Bewegungsverbot besteht, ist ein Umzug während des Corona-Lockdowns möglich.

Hinweis: Es kann durchaus möglich sein, dass abweichende Regelungen in den verschiedenen Bundesländern gibt. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich auf der Internetseite Ihres Bundeslandes zu informieren. Aufgrund dessen, dass die Situation sich täglich ändert, ist es zudem ratsam, auf dem laufenden über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise zu bleiben und zu jeder Zeit Rücksprache mit dem Umzugsunternehmen zu halten.

Die Hygienevorschriften beachten beim Umzug

In Bezug auf die Hygienevorschriften gilt Folgendes
(Quelle: Umzugsunternehmen in Berlin):

  • Die Husten- und Nies-Etikette einhalten
  • Die Einhaltung des vorgegebenen 1,5 Meter einhalten
  • Die Hände mit Seife gründlich waschen
  • Eine Alltagsmaske (A-H-A) tragen.

Das Umzugsunternehmen ergreift unter Umständen auch weitere Maßnahmen, wie die regelmäßige Desinfektion der Fahrzeuge und das Tragen von Masken und Handschuhen. Darüber hinaus muss der Umziehende die Entsorgung der Verpackungsmaterialien übernehmen, da das Umzugsunternehmen aus hygienischen Gründen dieses nicht mehr zurücknehmen kann.

Wie verhält es sich mit Wohnbesichtigungen?

Unter Berücksichtigung der aktuellen Kontaktbeschränkungen sind Wohnungsbesichtigungen weiterhin möglich. Es können sogar je nach aktueller vorherrschender 7-Tage-Inzidenz bis zu 10 Personen aus 3 Haushalten an einer Besichtigung teilnehmen bzw. zusammentreffen. Sobald die 7-Tage-Inzidenz über 100 liegt, gilt es Einzelbesichtigungen vorzunehmen, bei denen maximale ein Hausstand mit dem Vermieter bzw. Makler zusammentrifft und die Gesamtzahl von max. 5 Personen nicht überschritten wird.

Ist es möglich, einen Umzug zu stornieren?

Diese Frage lässt sich nicht nur mit einem Blick auf den Vertrag beantworten und damit ist diese vom Einzelfall abhängig. Sollte sich eine Person in Quarantäne befinden oder der Umzug in ein Risikogebiet stattfinden soll, dann wird der Umzug bzw. storniert. Auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts kann in Erfahrung gebracht werden, welche Region als Risikogebiet gilt. Sollte der Umzug von Seiten des Umzugsunternehmens abgesagt werden, dann entstehen für den Auftraggeber keine zusätzlichen Kosten.

Die Halteverbotszonen – wie sieht es damit aus?

Häufig stehen aufgrund von Homeoffice und Ausgangsbeschränkungen mehr Fahrzeuge in den Wohngebieten als üblich. Daher kann es aktuell vorkommen, dass die Beantragung einer Halteverbotszone an den überlasteten Behörden scheitert. Wer eine Halteverbotszone benötigt, der sollte ausreichend Zeit einplanen oder sie sollten den Nachbarn fragen, ob diese am Umzugstag Platz für das Umzugsfahrzeug freilassen.

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